Marlon B
Marlon B (* 1965 oder 1966; † 9. September 2026 in Robins Bay, Saint Mary Parish, Jamaika; eigentlich Marlon Hanief Correl James) war ein deutscher Rapper und Sänger. Er war auch als Marlon B. James bekannt.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Marlon James begann seine musikalische Karriere in den frühen 1990ern in Frankfurt am Main. 1991 veröffentlichte er seine einzige Solosingle Da La De La (Africa Center of the World) über Hansa/MCI. Er gehörte im Anschluss zum Umfeld von Moses Pelham und seinem Label Pelham Power Productions (3p). Als Gastsänger und -rapper war er auf mehreren Veröffentlichungen von dessen Label vertreten, unter anderem bei Sabrina Setlur und Bruda Sven.[1][2]
1999 kam er zu den Söhnen Mannheims um Xavier Naidoo, wo er vorrangig als Rapper tätig war. Bereits deren Debütalbum Zion prägte er musikalisch mit. Auch nach Naidoos Ausstieg blieb er der Band verbunden und half mit, sie anschließend neu aufzustellen. Er war auch als Songwriter aktiv und schrieb unter anderem die Songs Junges Deutschland, Lieder drüber singen und Gesucht & Gefunden. 2017 verließ er die Gruppe und verlegte seinen Lebensmittelpunkt nach Jamaika.[1][2]
Tod
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Am 9. September 2026 wurde der 60-jährige Marlon B. James in Robin’s Bay im Norden von Jamaika in einer von ihm betriebenen Bar zusammen mit zwei weiteren Männern erschossen.[3] Das Motiv für den Dreifachmord ist ungeklärt.[4] Am 11. September 2026 wurde der Tod von James über die Instagram-Seite der Söhne Mannheims öffentlich bekannt gegeben, nachdem ein jamaikanischer Radiosender über den Mord berichtet hatte.[1][5]
Diskografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mit den Söhnen Mannheims
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 2000: Zion
- 2004: Noiz
- 2005: Power of the Sound
- 2008: Wettsingen in Schwetzingen – MTV Unplugged
- 2009: Iz On
- 2011: Barrikaden von Eden
- 2014: ElyZion
- 2017: MannHeim
Solo und weitere Beteiligungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1991: Marlon B – Da La De La (Africa Center of the World) (Single)
- 1999: Jackin’ 4 Beatz – Everybody Loves The Sunshine (Single)
- 2013: DNGRS Crew – Dangerous (mit Carlprit, Metaphysics und Tony T; vs. DJ Mase)
Gastbeiträge
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1995: Gib Mir Das Mikrofon Part 2 (Video Mix) von Variety Pac
- 1995: Respekt (Teil A) von Variety Pac auf Laber mir kein Ohr
- 1998: Schnaps für alle (Jack Daniel’s) von Moses Pelham auf Schnaps für alle
- 1999: No Test the Empire von Sabrina Setlur auf Aus der Sicht und mit den Worten von …
- 1999: Bin wieder da von Bruda Sven auf Zungenakrobatik
- 2000: We Ha Fi Reach von D-Flame auf Basstard
- 2002: Line Up & Target von Ken Sport auf Presents… „The Sun“
- 2002: Celebrate von Darnell auf Darnell
- 2005: We Are Warrior (with Marlon B) von Marlene Johnson auf Runaway EP
- 2009: Rudeboy von Grosses K auf Gross Kaliber
- 2012: Zurück von Azzis mit Herz auf Augenblick
- 2012: Für die Ewigkeit von Moses Pelham auf Geteiltes Leid 3
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 Söhne Mannheims: Ex-Mitglied Marlon B. James ist tot. In: Der Spiegel. 11. September 2026, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 13. September 2026]).
- 1 2 hessenschau de, Frankfurt Germany: Söhne-Mannheims-Rapper Marlon B. in Jamaika erschossen. 11. September 2026, abgerufen am 12. September 2026 (deutsch).
- ↑ Söhne Mannheims nehmen Abschied von Marlon B. James. In: Web.de. 11. September 2026, abgerufen am 12. September 2026.
- ↑ Three men shot and killed at bar in Robin's Bay, St Mary | News | Jamaica Gleaner. Abgerufen am 12. September 2026 (englisch).
- ↑ Söhne Mannheims: Früheres Bandmitglied offenbar auf Jamaika erschossen - WELT. Abgerufen am 12. September 2026.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | B, Marlon |
| ALTERNATIVNAMEN | James, Marlon Hanief Correl (wirklicher Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Rapper und Sänger |
| GEBURTSDATUM | 1965 oder 1966 |
| STERBEDATUM | 9. September 2026 |
| STERBEORT | Robins Bay, Saint Mary Parish, Jamaika |